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Triketreffen in Lodz ( Polen )
Unser Weg führte aus den Masuren zu dem Treffen nach Lodz.Auf dem Platz des Triketreffens angekommen empfing uns Bogdan.Wir hatten uns in Usedom kennen gelernt und waren begeistert von diesem kleinen agilen und lustigen Mann.
Ein wunderbarer Platz für ein Triketreffen lag vor uns. Ein kleiner See, verschiedene Bungalows und viel Wiese zeigten sich. Beim genauern Hinschauen gehörten aber auch noch andere sehr schöne Bauten zu dem Objekt. Wir bauten unsere Wohnwagen auf und richteten uns für die nächsten Tage ein. Nun stand nur noch ein Versprechen Atzes von den Klostertrikern an, an einem Trike von Sven aus Hessen die Drehstäbe zu verstellen.Also los ging es und in 2 Stunden war die Arbeit verrichtet. Atze und Holger verrichteten den Hauptteil, wir anderen wurden als Gegengewicht beim Spannen gebraucht.Nun ging es mit Bogdan ab Abendessen zu besorgen, denn für den Donnerstag waren sie noch nicht voll eingerichtet.
Simone, Atzes Frau und ich hängten uns an Bogdan an, leider fuhr er über der Schmerzgrenze. Der Tacho zeigte viel zu viel an, aber was sollte ich machen, dranbleiben ansonsten wäre er weg gewesen.So lernten wir seine Arbeitsstelle, er betreibt eine zoologische Handlung, seine Frau und dann auch sein zu Hause kennen.Weiter ging es nun zu seinem Asiaten. Hier bestellten wir für 15 Personen jeweils ein Menü. Mit der Sprache kamen wir nur schlecht beim Bestellen voran, aber als der Chinese aus der Küche kam und in Deutsch mit uns redete war alles gerettet.Zwei riesige Kartons waren nun mit Essen gefüllt. Bogdan erkannte sofort, dass wir dies nicht bewältigen können und sein Freund übernahm den Transport mit dem Pkw.Nach dem Abendessen gab es noch etwas am Tresen zu trinken, bevor die Anreise einem guten Abschluss nahm.
Am anderen Tag trafen langsam Biker und Triker aus Polen ein. Wir hatten genügend Zeit nun die Neuankömmlinge zu beschnuppern und deren Gefährte zu mustern.Da ich letztes Jahr in England war und schon so manches Trike gesehen habe, war ich erstaunt, wie viele selbstgebaute Trikes hier in Polen zugelassen sind. Mit allenmöglichen Motoren, ob Motorrad oder Pkw sind diese Fahrzeuge bestückt. Teilweiße rustikal, teilweise sehr liebevoll, wurden die Trikes gefertigt.Auch sehr schöne Details konnten wir sehen. Viel Chrom und Edelstahl, aber auch sehr gut verarbeitetes Leder wirkten an den Fahrzeugen.Wie bei allen Treffen gab es aber auch die unterschiedlichsten Typen von Menschen hier.Es war eine faszinierende Atmosphäre zwischen den polnischen Trikern zu sein und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Es wurde mit Worten, Händen und anderen Mittel sich verständigt.
Ein großes Hallo gab es als der Pole Andru eintraf. Ihm hatten wir vor 14 Tagen bei seiner Heimfahrt von Usedom nach Polen geholfen, sein Trike wieder fahrtüchtig zu machen. Seine Kabel vom Zündschloss waren abgegangen und er kam damit gar nicht zu recht. So eine Hilfeleistung ist immer wieder etwas worauf man trinken kann. Dies war dann auch so und einige Wodkacola worden gelehrt.
Das Treffen fand unter freiem Himmel statt. Einige Überdachungen über den Sitzplätzen und eine große Bühne waren für eventuellen Regen gedacht.Am späten Nachmittag füllte sich der Platz und die Party konnte so richtig beginnen. Für Leib und Seele war gesorgt, also was kann schon noch passieren.Es zog ein riesiges Gewitter auf, Wasser aus vollen Kannen und Blitze über Blitze. Binnen von Sekunden war alles nass, der stürmische Wind lies auch manches Vorzelt, Zelt oder Sonnensegel nicht mehr in seiner Verankerung halten. Wir retteten, was zu retten war und gingen anschließend zur Party.Leider war in der gesamten Region Stromausfall, sodass Mugge vom Trike aus gemacht wurde. Mit Scheinwerfern der Fahrzeuge wurden Tresen und Grill beleuchtet und das Fest wurde trotz Stromausfalls gefeiert. Schade, dass die Liveband nun nicht Spielen konnte.
Am nächsten Morgen war der Himmel immer noch voller Regen.Zwischen den Bäumen waren Stricke zum Trocknen der Sachen gespannt, allerorts nur feuchte Sachen und Zelte.Da wir nun schon 14 Tage durch Polen gereist waren und der Wetterbericht nichts Gutes voraus sagte machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat.In einem der Herrenhäuser war ein tolles, reichhaltiges Frühstück aufgebaut. Hier versüßten wir uns noch den Morgen, bevor wir losfuhren.Schade für den Veranstalter, dass das Wetter so zuschlagen musste.
Nun begaben wir uns auf die Reise, 640 km im strömenden Regen. Dreimal tauschten wir die Sachen, um überhaupt die Nässe zu ertragen. So eine Fahrt habe ich in meiner Trikerzeit und den doch nicht unerheblich gefahrenen kilometern noch nicht erlebt. Auf jeden Fall werde ich im nächstem Jahr wieder gen Lodz fahren, erstens ein toller Platz, zweiten tolle lustige Menschen, drittens ein sehr agiler Organisator und viertens tolles Essen und Trinken.
Alles kann man für 25 € haben. Diese beinhalten ein T-Shirt, ein Patches, Essen für die gesamte Zeit incl.
Wer einmal etwas anderes, schöne erleben will, sollte einmal dieses Treffen in Lodz anfahren.
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